DIE STADT KUNOVICE

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Die Stadt Kunovice befindet sich im südostlichen Mähren, im südwestlichen Teil des Kreises Zlín, 3 km südlich entfernt von Uherské Hradiště, auf dem Gebiet,das Mährische Slovakei (Moravské Slovácko) heisst. Die Stadt liegt in der Seehöhevon 185 m an dem Fluss Olšava, der nicht weit von Kunovice in die March (Morava) mündet. Sie breitet sich über eine Flächevon 2854,9 ha in derfruchtbarenTiefebene der Niedermährischen Talsenkung (Dolnomoravský úval) aus; vomSüden begrenzt sie das Hluker Hügelland (Hlucká pahorkatina), das zu dem VizovicerBergland (Vizovická vrchovina)gehört, im Westen steht als natürliche Grenze das Gebirge Chřiby.

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Die Stadt hat dank ihrer Lage an der Kreuzung altertümlicher Handelwege sowie der damaligen militär-strategischen Bedeutung reichliche Historie. Das bezeugenviele archäologische Funde schon aus der älteren Steinzeit. In der grossmährischen Periode lagen auf dem Gebiet des heutigen Kunovice einigeOrtschaften, deren Funktion es war, den Zugang zum Zentrum des Grossmährischen Reiches zu bewachen. Nach demUntergang Grossmährens und nach der Vereinigung Mährens mit dem böhmischen Staat ist Kunovicezum Verwaltungs – sowie Kirchenzentrum der neuentstandenen Luczaner Grenzprovinz geworden. Der Name Kunovice stammt sehr wahrscheinlich von dem fränkischen Fürsten Kuno und seiner Nachkommenden, die Kunovici hiessen. Die ersteschriftliche Nachricht über Kunovice stammt aus dem Jahr 1196. Die königliche Ortschaft Grúň (d. h. grasige Hochebene) mit landesherrlicherBurg und Festung diente für eine Zeit auch als Bischofsitz.Schon vor dem Jahr 1466 wurde dasDorf Kunovice Marktflecken. Im 17. Jahrhundert litt Kunovice durch zerstörende Streifzüge der Türken. Zum neuen Aufschwung der Gemeinde kam es in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Infolge seiner geographischen Lage und der klimatischen Bedingungen war Kunovice bekannt für Obst-, Gemüse- und Weinanbau.Die Entwicklung der Industrie wurde in den weiteren Jahren durch den Bau der Eisenbahn gefördert. Kunovice wurde ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt Mährens, der die vom West nach Osten(Brno – Vlára) führende Strecke mit der nord-südlichen (Přerov – Břeclav) verband. Die grössten hiesigen Betriebeder zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren zwei Ziegelwerke, die Mühle mit Kraftwerk und Lebensmittel produzierende Fabriken. In den vergangenen Jahren erwarb sich Kunovice auch Ruhm durch den Flugzeugbau,mit dem man im Jahr 1936 in der Flugzeugfabrik AVIA anfing; später in den 50er Jahren wurde dann in dem neuen Werk LET Kunovice nach und nach die Produktion der leichtenund leinen Verkehrsflugzeugeentwickelt. Einen Besandteildes Werkes bildet auch der Flugplatz mit internationalem Statut, der jetzt die Flugverbindungauch mit Europa anbietet. Nach dem Niedergang des Werkes LET in 90er Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt die Flugzeugproduktion in Kunovice in neuem Betrieb EVEKTOR wieder. An die reiche Flugtradition erinnert heute auch das Mährisch- Flugmuseum(Letecké muzeum Kunovice ).Neben der Bedeutung als Wirtschafts- und Verwaltungzentrumhatte und hat Kunovice auch einen hohen Rang im Kulturbereich.Das bedeutendeste Denkmal ist die St. Peter und Paul-Kirche,zu den historischen und Kunstdenkmälern gehört auch ganzeReihe von sakralen Plastiken und Kreuzen;dasälteste Kreuz stammt aus dem Jahr 1747.Zu einem kulturhistorischen Denkmal wurde im Jahr 1995 der aus der Spätrenaissance stammende Gebäudekomplex – das ehemalige “Kunovitzer Schloss” – erklärt, das in der Stadtmitte steht und später als Herrenhof der Liechtensteiner Fürsten diente.

 

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In der Stadt sind zwei Grundschulen, eine Kunstgrundschule, eine höhere Rechtsfachschule und die erste private Hochschule in der Tschechischen Republik,das Europäische Polytechnische Institut.Die Stadt lebt ihr reichliches Kulturleben in Verbindung mit örtlichen Volkstraditionen,von denen Fasching, Fahrt der Könige und Kirchweih die bedeutendestenVolksfeste und Kulturveranstaltungen darstellen.

Fahrt der Könige

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Volksfeste und Kulturveranstaltungen

Aus der Kulturerbschaft schöpfen die vier hiesigen Kinderfolklorensembles, zwei Folklorensembles der Erwachsenen und zwei Zymbelkapellen. Seit 1994 findet in der Stadt das internationale Kinderfolklorfestival“Kunovitzer Sommer” (Kunovské léto) statt.

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Im Jahre 2004 erteilte die Masaryk-Kunstakademie der Stadt den Rudolf II.-Preis, mit dem ihre Unterstützung der Kultur, Pflege um ihre Entwicklung und Propagation, und vor allem der ständige Schutz der Kulturerbschaft unserer Vorfahren gewürdigt wurde.

Im Sport machte der Handball Kunovice berühmt, der hier eine mehr als fünfzigjährige Tradition hat. Der hiesige Fussballclub spielt schon einigeJahre II. Liga, seinen würdigen Platz hat hier auch der neue Softball gefunden.

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Der Mährisch-slovakische Aeroclub (Slovácký aeroklub) benutzt den Flugplatz zu Aussichtsflügen, und zwar in Motorflugzeugen oder Segelflugzeugen. Es wirkt hier auch eine spezielle Flieger- und Fallschirmspringerschule,für Interessanten stehen auch Tandemfallsschirmsprünge und Ballonflügezur Verfügung.Die Bewohner sowie die Besucher können mehrere Sportplätze benützen,für ihre sportliche Aktivitäten finden sie hier Sporthalle, Turnplatz, Fussballspielplatz, Tennisplätze, Softballspielplatz und Schwimmbad.

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Ab 1971 bildete Kunovice einen Ortteil der Stadt Uherské Hradiště. Im Jahre 1990fängt die neue Geschichte des selbständigen Kunovice an, im Jahre 1997 wird es zur Stadt erklärt. Heutzutage leben hier mehr als fünf tausend Einwohner, die immer bereit sind, das Herz aufzumachen und ihren Gästen alles zu bieten,was das ganze Jahr über möglich ist.

…. also, herzlich willkommen bei uns …

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